Anecdota

Laughter is the Best Medicine

Hingehört! Andrea Sawatzki über Humor, Arbeit und »eine Stimme wie jede andere«


Regie: So, … sollen wir? Hallo! Ich bin Andrea Sawatzki und das ist Hingehört! 🎵🎵 Frage: Hallo Andrea, was machst du hier? Ich lese einen Thriller von Jilliane Hoffman. Frage: Was denkst du, fasziniert das Publikum so an Verbrechen und Verbrechern? Ich glaube, dass ist so eine Art “Lust am Zusehen oder Zuhören”, wenn man nicht selbst wirklich betroffen ist. Also etwas, wo die Fantasie so angekurbelt wird. Wo man sieht, dass es einem anderen schlecht geht, aber man selbst ist quasi im
sicheren Hafen. Man selbst ist nur der Beobachter, aber man weiß, dass
es jeden treffen könnte. Frage: Warum liest du so gerne vor? Ich denke mal, das war schon immer eine
große Leidenschaft von mir. Das war schon in der Schule so, dass ich immer sehr
sehr gerne gelesen haben und auch bei Lesewettbewerben mitgemacht habe. Und
nochmal intensiviert hat es sich, als unsere Söhne klein waren und sowohl mein Mann, Christian Berkel, der ja auch Schauspieler ist, als auch ich da echt
jede Chance genutzt haben, um den Kindern etwas vorzulesen. Frage: Im Gegensatz zu blutigen Thrillern wie “Nemesis” – brauchst du da auch manchmal ein Kinderhörbuch zur Abwechslung? Ähm, ich bin was Genres betrifft ziemlich offen: Also ich lese sehr gerne schwarze Komödien, ich lese ab und zu Thriller und ich lese wahnsinnig gerne Kinderhörbücher. Also, es ist am besten, wenn sich das immer so ein bisschen abwechselt. Das ist auch beim Spielen immer sehr schön, wenn man nach einer ernsten Geschichte, dann wieder sowas Schwarzhumoriges spielen kann. Dann ist einfach auch die ganze Bandbreite ein bisschen abgedeckt. Frage: Wie schwer fällt es dir eigentlich, bei all den komischen Rollen, die du spielst, nicht zu lachen? Das fällt mir nicht schwer. Also die
Komödien, also die humorvollen Sachen zu spielen, das ist, wie ich finde, schwerer als ernste Stoffe zu spielen. Das ist eine hohe Anspannung, weil man
das Timing immer halten muss und da dann privat los zu lachen, das geht gar
nicht, weil man sich so konzentrieren muss, dass man dieses Timing nicht
verlässt, dass man nicht rauskommt, dass man alles, was man sich überlegt hat für
einen Moment für diese Figur, dass man das dann auch hinkriegt. Also da ist Lachen
weit weg, also das Selbst-Lachen. Das Publikum soll natürlich dann schon lachen, aber man selbst möglichst nicht. Frage: Also Andrea, deine Stimme ist ja schon SEHR schön, wolltest du deswegen schon immer Schauspielerin bzw. Sprecherin werden? Ich habe ehrlich gesagt mein erstes Hörbuch vor, ich weiß gar nicht, … neun Jahren erst eingelesen? Also ich habe meine Stimme eigentlich
nie wahrgenommen, ich wollte immer auf die Bühne, das stimmt, ich wollte eher nicht zum Fernsehen oder zum Film, aber meine Stimme an sich hat mich nie wirklich
interessiert, sondern mich hat immer eher die Figur interessiert, die ich spiele, oder
die Geschichte, die ich spreche. Aber was die Stimme betrifft, da war ich jetzt eher … … für mich war das eine Stimme wie jede andere auch und da ist ja auch was dran. 🎵🎵

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