Anecdota

Laughter is the Best Medicine

“Real Life Hero” Tracy – Mit Sport und Humor lebt sie #BeatYesterday


Ich glaube wir müssen uns ein bisschen mehr ein Bespiel an den Kids nehmen. Weil die zeigen uns eigentlich wie es funktioniert und die können es auch und schaffen es auch. Es gibt nämlich den tragischen Fakt, dass Kinder 400 Mal am Tag lachen, das ist nicht noch tragisch, das Tragische kommt jetzt: Das Tragische ist, dass Erwachsene nur 15 Mal am Tag lachen. Und ich glaub genau da sollte man anfangen, dass wir ganz viel von den Kleinen lernen. Mit 12 habe ich die Diagnose gekriegt: Es ist eine Juvenile Makuladegeneration. Das heißt, es ist ein Gendefekt bezogen auf die Netzhaut und das heißt, dass die Sehleistung in der Pubertät sinkt. Und jetzt hab ich einen Visus von 0,08 was man umrechnen könnte auf Prozent, dann wären das 8% Sehleistung, die übrig bleibt. Im Endeffekt ist es wie eine ganz extreme Kurzsichtigkeit, die sich aber nicht korrigieren lässt. Das heißt, es hilft keine Brille, die das dann wieder scharf stellt, sondern es bleibt einfach ein sehr verschwommenes Bild, was es schwer macht, zu erkennen. Aufgrund meiner Beeinträchtigung, dass ich einfach einen Sinn habe, der anders funktioniert oder weniger funktioniert, oder der faul ist. In dem Sinne, hat es für mich natürlich genauso das Positive gehabt dass ich irgendwie drüber nachgedacht habe: “Hey, ich hab’ aber zwei Hände, auf denen ich stehen kann, ich hab’ zwei Füße gekriegt mit denen ich springen kann. Ich hab’ Ohren gekriegt, die Musik hören.” Und das hat mich dann einfach extrem interessiert, dass ich das halt wirklich schule und dass ich mir denke: Da kann ich einfach was rausholen.
Und das, was da ist, soll leistungsstark sein. Und das habe ich in der Bewegung gefunden und das hat’s für mich auf jeden Fall einfacher gemacht, das zu relativieren und zu merken “Boah ok, du siehst schlecht, aber: Es gibt so viele andere Dinge und vor allem Sinne und körperliche Sachen, die ich mitgekriegt habe und für die ich dankbar sein kann und mit denen möchte ich arbeiten.” “Verkehrt” ist eindeutig meine Lieblingsposition. Da sieht man einfach die Welt mal ein bisschen anders, lustiger, es ist verkehrt. Und ja, ich kann es echt sehr genießen, dass ich immer mal wieder am Kopf stehe und auf den Händen stehe. Das Psychologiestudium ist ein bisschen passiert, muss ich sagen. Das war jetzt nicht Plan A und jetzt am Ende kann ich echt nur sagen, weil ich eben vor allem auch in die Humorthematik gekommen bin und ich gemerkt habe “Boah, das fasziniert mich wirklich und das ist was, das möchte ich eigentlich machen und da möchte ich mehr damit machen und da möchte ich mehr drüber wissen.” Und jetzt ist es vorbei mein Studium und ich denk mir: “Ja, ich möchte noch immer machen.” Lachen ist ansteckend. Du nimmst andere mit, du strahlst es aus, es ist einfach was, was auf emotionaler Ebene ganz viel Positives mit sich bringt, auch für die Mitmenschen. Kinder haben natürlich das absolut noch nicht im Kopf wie ernst noch alles wird und ist. Und wir Erwachsenen natürlich schon und ich glaube manchmal muss das aber nicht sein. Manchmal erlegen wir uns das ein bisschen auf, das “Alles geht um alles”. Es geht meistens nicht um alles. Und ich glaube deswegen verlieren wir ein bisschen den Bezug dazu, dass es eigentlich einfach auch mal lustig sein kann. Ich bin die Tracy, ich bin 26 und sehe die Welt glaub ich mit ein bisschen anderen Augen.

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